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Globaler Klimastreik am Freitag, 24.9.: Fahrraddemo, Kultur und Musik in Sonthofen
Am 24.9., dem Freitag vor der Bundestagswahl stre...

Naturaufnahme des Monats
Oktober 2021

Globaler Klimastreik am Freitag, 24.9.: Fahrraddemo, Kultur und Musik in Sonthofen

Am 24.9., dem Freitag vor der Bundestagswahl streiken in tausenden von Städten in Deutschland und überall auf der Welt Menschen jeden Alters für das Klima. Denn: der Weltklimarat sagt: wir haben nur noch drei Jahre Zeit, um die größte Klimakatastrophe abzuwenden. Doch noch immer steuern wir fast ungebremst in die Katastrophe! Das lassen wir nicht zu! Lautstark, mit flammenden Reden und Musik fordern wir: Macht die Bundestagswahl zur Klimawahl – denn die nächste Bundesregierung ist die letzte, die die Klimakatastrophe noch abwenden kann.

Treffpunkt: 13:30 Uhr am Rathausplatz Sonthofen: Fahrraddemo. Komm also mit Fahrrad oder einem anderem kreativen nichtmotorisiertem Verkehrsmittel!

Ab 14:00 am Rathausplatz: Nach einer etwa 20-minütigen lautstarken Fahrradrunde durch Sonthofen kommen wir zurück zum Rathausplatz. Dort erwarten Euch Kultur und Content: engagierte Reden und gute Stimmung für den Wandel mit Livemusik, unter anderem mit Terra Musica und Antonia Burger.

Als Gastrednerin wird die Vizepräsidentin des deutschen Bundestags, Claudia Roth, da sein. Wir werden sie fragen: wie soll der nächste Bundestag eine Klimapolitik für das 1,5-Grad-Ziel schaffen, wenn keine der Parteien in ihrem Wahlprogramm hierfür ausreichende Maßnahmen vorsieht???

Über 14.000 renommierte Wissenschaftler aus 150 Ländern warnen vor dem Klimanotstand und fordern sofortiges Handeln. Schon heute sind wir global bei 1,2 Grad Erwärmung, schon heute gibt es weltweit Überschwemmungen, Dürren, großflächige Waldbrände und weitere Naturkatastrophen, Millionen von Menschen sind schon heute auf der Flucht vor den Folgen des Klimawandels. Wir sind dabei, Kipppunkte zu überschreiten, die unumkehrbare Kettenreaktionen in Gang setzen wie Waldbrände und auftauenden Permafrost, die weitere Klimagase freisetzen.

Weltweit werden am 24.9. wieder Millionen Menschen auf der Straße sein. Allein in Deutschland werden mehrere Hundert Klimastreiks stattfinden. Sei Teil dieser größten zivilgesellschaftlichen Bewegung!
Wir machen die Bundestagswahl zur Klimawahl!

Whatsappinfogruppe: https://chat.whatsapp.com/F2cKGJ2sQRF4efPssTSbBI

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Facebook: https://www.facebook.com/FFFSonthofen


!!Treffpunkt für gemeinsame Radanreise ab Oberstdorf: 12.30 Uhr, Parkplatz P1
!!
Treffpunkt für gemeinsame Radanreise ab Immenstadt: 12.45 Uhr, Einfahrt Parkplatz V-Baumarkt Immenstadt
!!
Auch in Kempten findet ein Klimastreik von FfF Kempten statt. Treffpunkt: 13.00 Uhr am Forum Allgäu

+++Bitte weiterleiten und alle Freunde und Bekannte mitnehmen +++ Bitte weiterleiten +++

Naturvielfalt Tage Kleinwalsertal

Die „Naturvielfalt Tage Kleinwalsertal“ feiern in diesem Sommer vom 1. Juli bis 3. Juli 2021 Premiere.

Eine mehrtägige Veranstaltung mit Exkursionen und Vorträgen für Gäste und für Einheimische, für große und kleine Naturliebhaber. Dabei dreht sich alles um die Naturvielfalt. Jedes Jahr wird es einen anderen Schwerpunkt geben, um herauszufinden, wie es um die Verbreitung verschiedener Tier- und Pflanzenarten im Kleinwalsertal steht. Den Auftakt im Sommer 2021 macht das Thema „Schmetterlinge“. Die faszinierenden Falter sind einer der aussagekräftigsten Indikatoren, um mehr über die Biodiversität in einer Region zu erfahren.

Programmüberblick:

Popup Universität und Infostand beim Walserhaus (Freitag 8:30 – 12:30 und 15:00 bis 18:00; Samstag 9:00 bis 12:00)
Forschung zum Angreifen am Vorplatz des Walserhauses. Die Popup Universität Innsbruck ist Anlaufstelle für alle Interessierten und große und kleine Forschende.
 

Donnerstag, 1.7.2021
14:00: Miniausstellung: Fliegende Diamanten
21:00: Exkursion: Fledermausnacht
22:00: Exkursion: Nachtleuchten (Expertenerhebungen Nachtfalter)

Freitag, 2.7.2021
Ganztägig: Miniausstellung: Fliegende Diamanten
9:30: Exkursion: Lebensräume im Europaschutzgebiet Ifen
14:00: Mini-Exkursion: Fliegende Diamanten
19:30: Vortrag: Naturvielfalt Tage: Warum zählen wir Schmetterlinge?
21:00: Exkursion: Fledermausnacht
22:00: Exkursion: Nachtleuchten (Expertenerhebungen Nachtfalter)

Samstag, 3.7.2021
Ganztägig: Miniausstellung: Fliegende Diamanten
10:00: Mini-Exkursion: Fliegende Diamanten
14:00: Kinder- und Jugendprogramm: Vom Schmetterling zur Raupe

Die Naturvielfalt Tage Kleinwalsertal sind Teil des Projekts „Natur bewusst erleben“. Durchgeführt werden sie von der Kleinwalsertal Tourismus eGen in Kooperation mit Viel-Falter Tagfalter Monitoring, Tiroler Landesmuseen und der inatura.

Alle weiteren Informtaionen und Anmeldung unter www.kleinwalsertal.com.

Saubere Umwelt braucht dich!

Aufgrund der aktuellen Situation kann die für Samstag den 24. April 2020 geplante Landschaftsreinigung leider nicht in der üblichen Form stattfinden.

Die Gemeinde Mittelberg möchte dankenswerterweise trotzdem die Möglichkeit bieten, in Eigeninitiative tätig zu werden. Dabei sind die vorgegebenen Corona Maßnahmen einzuhalten.

Im Innenhof des Gemeindebauhofs in Hirschegg, (nähe Firma Ipek) im Bereich des Salzsilo werden vom 1. Mai 2021 bis einschließlich Sonntag den 16. Mai 2021 Sammelsäcke und Zangen zur Selbstabholung zur Verfügung gestellt.

Bitte tragen Sie Ihren Namen und den Wegabschnitt in die dort angebrachte Liste ein. Deponieren Sie die Zangen und den gesammelten Müll anschließend bitte wieder am Gemeindebauhof/Salzsilo.

Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Teilnehmer.

Artenreiche Höllwiesen statt neuer Liftanlage

Die Oberstdorf for future Bewegung www.oberstdorf-for-future.de engagiert sich u.a. auch für den Erhalt der Vielfalt an den Höllwiesen am Söllereck. Die Organisatoren lehnen den Bau der neu geplanten Liftanlage ab. Mehr

Projekt "Wir bauen Vogelnistkästen" der Jugend-Umweltgruppe

Der Frühling grüßt bereits früh am Morgen mit fröhlichem Vogelgezwitscher. Kohl- und Blaumeisen suchen neue Nistplätze oder bessern ihre Nester aus, damit sie Ende April mit dem Brüten beginnen können.

Die Jugendlichen der Jugend-Umweltgruppe, begleitet durch die Offene Jugendarbeit Kleinwalsertal und dem OGK Kleinwalsertal und unerstützt vom Verein Landschaftsschutz Kleinwalsertal, bauen im "Home-Office" Vogelnistkästen, die dann über die offene Jugendarbeit zum Materialpreis für den heimischen Garten erworben werden können. Eine Anleitung zur Anbringung und einen Steckbrief zu Frau und Herr Meise fertigen die Jugendlichen für alle Vogelfreunde an. Ein großes Dankeschön ergeht an die Schreinerei Ebert, insbesondere Max Ebert, welcher die Jugendlichen mit den Bausätzen unterstützt. Bei Interesse an einem Vogelnistkasten kann man sich gerne bei der Jugendarbeiterin Simone Rundel unter +43 664 88910100 melden.

Amphibien-Monitoring in Vorarlberg

Unsere Amphibien sind bedroht und brauchen unseren Schutz! Für gezielte und langfristige Schutzmaßnahmen benötigen wir Daten und Fakten. Das Amphibien-Monitoring in Vorarlberg sammelt Daten zu Laichgewässern, den Vorkommen und Beständen unserer heimischen Amphibienarten.

Auf der Suche nach Grasfrosch, Erdkröte & Co

Unsere Amphibien sind bedroht und brauchen unseren Schutz!

Die inatura startet zusammen mit der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz des Landes Vorarlberg ein landesweites Monitoring, das Vorarlbergs Amphibien in Bezug auf ihre Vorkommen und der Entwicklung ihrer Bestände liefern soll. Die fachliche Betreuung übernimmt dabei das Umweltbüro Grabher UMG, Dornbirn.

Das Projekt ist in zwei Phasen aufgeteilt.

Im Frühjahr 2021 starten wir zunächst mit einer gezielten Erfassung von Laichgewässern. Die zweite Phase beginnt im Lauf des Sommers 2021. Dann sollen – sofern uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht – weitere Erhebungen zu ausgewählten Amphibienarten folgen.

Warum Laichgewässer?

Laichgewässer sind im Lebenszyklus der Amphibien unverzichtbar. Vor allem Grasfrosch und Erdkröte wandern zeitig im Frühjahr oft über weite Strecken, damit sie an ein geeignetes Fortpflanzungsgewässer gelangen. Möglichst umfassende Kenntnisse zu Laichplätzen sind deshalb eine Voraussetzung für den Erhalt dieser stark gefährdeten Tiergruppe.

Wir zählen auf Sie!

Bei der Erhebung sind wir auf die Mithilfe von Freiwilligen angewiesen. Wir freuen uns, wenn Sie mitforschen und im Frühjahr 2021 Amphibienlaichgewässer suchen und melden. Dabei erfassen Sie idealerweise auch Informationen über den Gewässerzustand und zu den vorkommenden Arten.

Was geschieht mit Ihren Beobachtungen?

Wir wollen ein dauerhaftes Beobachtungssystem entwickeln. Die regelmäßige Erfassung der Amphibien in ausgewählten Gewässern soll Informationen zur langfristigen Entwicklung der Vorkommen liefern. Der Start dieses Monitorings ist der erste Schritt zum Aufbau eines landesweiten Laichgewässerinventars. Es soll möglichst viele Informationen zum Gewässer und zu den darin vorkommenden Arten umfassen. Künftig soll dieses Inventar eine wichtige Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen sein.

Sie wollen mitmachen?

Dann melden Sie sich bei uns bis spätestens 31. März 2021 bei der inatura in Dornbirn. Weitere Informationen zum Projekt und zur Anmeldung finden gibt es unter www.inatura.at

! Achtung ! Geltende Naturschutzbestimmungen beachten! Amphibien dürfen keinesfalls gefangen werden, geschützte Flächen dürfen nicht betreten werden, Wegegebote sind einzuhalten. Sämtliche Amphibienarten Vorarlbergs sind geschützt!

Von der Steinzeit in der „schönsten Sackgasse der Welt“

Mit dem Ende der letzten Eiszeit und dem Abschmelzen der Gletscher wurden die Alpen, eine 200.000 km2 große, ehemals fast vollständig von Eis bedeckte Landschaft, wieder für Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen bewohnbar. Eine dieser neuen eisfreien Regionen war das Kleinwalsertal (Bundesland Vorarlberg, Österreich). Hier wurden in den letzten dreißig Jahren über 90 Fundstellen unterschiedlicher Größe und Funktion entdeckt. Diese lassen sich vorwiegend in die Zeit zwischen 9.000 und 5.000 v. Chr., also dem Mesolithikum und dem frühesten Neolithikum datieren.
Im Rahmen des Vortrags werden die Ergebnisse des Projekts „Das Kleinwalsertal. Eine mesolithische Landschaft mit weitreichenden Kontakten“ vorgestellt. Das Projekt selbst hatte zum Ziel, die archäologische Landschaft des Kleinwalsertales, sowie deren „Besiedlung“ und die anschließende Nutzung als Lebensraum während des Mesolithikums zu verstehen. Dabei wurden die archäologischen Fundstellen innerhalb der Regionen nicht einfach als Punkte auf einer Karte betrachtet, sondern als Teil der Landschaft, verwoben mit ihren Möglichkeiten, Ressourcen und Einschränkungen. Das Hauptaugenmerk der Untersuchungen lag während des Projektes auf den drei ausgegrabenen mesolithischen Fundstellen Schneiderküren, Egg-Schwarzwasser und Bäramähder und ihren Steinartefakten. Die Verknüpfung der Ergebnisse gibt Rückschlüsse auf die Funktion der Fundstellen in der Landschaft sowie zu Landschaftsnutzungs- und Mobilitätsmustern während des Mesolithikums im Kleinwalsertal und seine Verbindung zu den angrenzenden Regionen.

Datum: 11.03.2021
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Link: https://us02web.zoom.us/j/84856788966?pwd=UklLZ2xMUzVYRHppRVlHSkVWZ1pFUT09

Arachno-Entomo-Camp Kleinwalsertal 2020

Wir freuen uns, dass die Österreichische Entomologische Gesellschaft (ÖEG) im Juni 2020 im Kleinwalsertal ein Insektencamp veranstaltet hat. Bei dieser Gelegenheit kamen viele Experten zu uns, um unsere Kleintierwelt in Augenschein zu nehmen.

Bilder und den Bericht dazu gibt es in der aktuellen Ausgabe der "inatura aktuell" ab Seite 12. Wir sind gespannt auf die Forschungsergebnisse!

Globaler Klimastreik am 25.09.2020

Eine Aktion von Fridays For Future Sonthofen, die wir gerne unterstützen!

Ein Jahr nach dem bisher größten Streiktag von Fridays for Future ist es wieder so weit:
Wir rufen Menschen jeden Alters zum globalen Klimastreik am Freitag, 25. September auf.
Start in Sonthofen ist um 13.30 Uhr am Rathausplatz.

Treffpunkt zur Radlanreise:

  • Immenstadt: 12.45 Uhr, Marienplatz
  • Oberstdorf:12.30 Uhr, Parkplatz P1


Schwerpunkt diesmal: „Verkehrswende JETZT“. Mit verschiedensten nicht-motorisierten Fahrzeugen zeigen wir auf der Demo: „Es braucht neue kreative Ideen in der Verkehrspolitik!“ Ob Bobbycar, Tretroller, Rolerblade, Skiroller, Kettcar, Wakeboard, Seifenkiste, Bollerwagen oder natürlich Fahrrad – wir freuen uns über Jeden, der mit einem klimafreundlichen Fortbewegungsmittel dabei ist und unsere gemeinsame Botschaft verstärkt. Natürlich sind auch Fußgänger herzlich willkommen!

Denn im Verkehr werden aktuell alle Klimaziele kolossal verfehlt! Im Allgäu wie auf Bundesebene:

  • So soll die B 12 auf ganzer Länge autobahnähnlich ausgebaut werden, so dass die Blechlawine aus München noch schneller ins Allgäu einfallen kann
  • Noch immer ist eine eng getacktete Allgäubahn von Ulm bis Oberstdorf in weiter Ferne, ebenso eine flächendeckende Elektrifizierung der Bahnstrecken.
  • Anstelle einer Mobilitätsgarantie mit öffentlichen Verkehr gibt es freie Fahrt mit dem PKW bis in hinterste Täler - selbst dann, wenn längst alle Parkplätze belegt sind.
  • Vom breit angekündigten und einstimmig beschlossenen 100€-Jahresticket für den öffentlichen Verkehr haben wir seit langem nichts mehr gehört.

Wir nehmen die Corona-Schutzmaßnahmen ernst: Bitte kommt mit Maske und haltet 1,5 m Mindestabstand ein; kommt nicht, wenn ihr Krankheitssymptome habt. Wenn die Corona-Krise eines gezeigt hat, dann: Treat every crisis like a crisis. Wir haben gesehen: Die Politik kann handeln, wenn es darauf ankommt. Jetzt fordern wir: Tut das auch bei der Klimakatastrophe! Denn: Gegen die Klimakatastrophe gibt es keine Impfung.

Flutet mit uns die Straßen und zeigt, dass gute Klimapolitik wichtiger denn je ist und Klimagerechtigkeit unvermeidbar für eine Zukunft, in der wir gut und gerne leben. Sei Teil des großen globalen Klimastreiks mit Aktionen in mehrere tausend Städten in aller Welt nicht nur in Europa, sondern auch von Abu Dhabi über Afghanistan und Indien bis Zimbabwe.

GESUCHT! Schlangen, Eidechsen, Frösche, Salamander und Molche im Kleinwalsertal

Die inatura in Dornbirn arbeitet derzeit an einer Neufassung der Roten Liste für Amphibien und Reptilien in Vorarlberg. Auch Beobachtungsdaten aus dem Kleinwalsertal sind gefragt und erwünscht.

Wichtig:
- Beobachtungsdatum
- Name und Adresse des Finders
- Evtl. Name und Adresse des Bestimmers
- genauer Fundort mit Fundortbeschreibung (z.B. Tümpel etc.)
- Koordinaten des Fundorts (WGS84)
- Anzahl
- evtl. Foto

Interessant sind aktuelle Daten, aber auch Daten der letzten paar Jahre.

Unterstütze auch Du diese Aktion und schicke Deine Beobachtungen bitte an die inatura in Dornbirn: christine.tschisner_at_inatura.at

Wir freuen uns und bedanken uns für Deine Mitarbeit.
Vorstandschaft des Vereins Landschaftsschutz Kleinwalsertal

Stunde der Wintervögel 2020

Die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich ruft am Samstag und Sonntag dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und an BirdLife zu melden. Alle, die Freude an der Natur haben, seien herzlich zum Mitzählen eingeladen, die Teilnahme sei einfach, so die Vogelschützer.

Zur Teilnahme gilt es, zwischen 4. und 6. Jänner zu einer beliebigen Tageszeit eine Stunde lang an einem beliebigen Ort die dort anwesenden Vögel zu zählen, z.B. am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park. Anschließend soll das Ergebnis an BirdLife gemeldet werden. Mit einer einfachen Bestimmungsanleitung könne wirklich jeder große und kleine Vogelfreund die gefiederten Freunde zählen. Auch wenn sich kein Schnäbelchen blicken lässt, sei diese Leermeldung wichtig, so BirdLife.

Über die heimischen Vögel im Winter gebe es bislang noch wenig wissenschaftliche Erkenntnisse, so die Vogelschutzorganisation. Hier setze die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ an, die bereits zum elften Mal stattfindet. Ob und wie viele Vögel sich im winterlichen Garten sehen lassen, hängt von vielen Faktoren ab: Wie passen sie sich an die kalte und futterarme Jahreszeit an? Welche Arten werden durch Winterfütterung gefördert, welche nicht? Und wie wirkt sich das aktuelle Wetter auf die Wintervögel aus?

„Jede Meldung zählt!“, betont Gábor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife Österreich. „Je mehr Vogelfreunde mitmachen und je mehr Beobachtungen an uns weitergegeben werden, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse und desto besser kann sich unsere Vogelschutzorganisation für die heimischen Vögel stark machen.“

Die laufenden Beobachtungen zeigen, dass heuer sehr viele Vögel den Winter in Österreich verbringen. „Wir beobachten, dass sich mehr Meisen, Gimpel und Bergfinken in unserem Land aufhalten als üblich. Auch der Eichelhäher ist häufiger anzutreffen!“, so Wichmann. „Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sie auch am Zählwochenende die Futterhäuser unserer Gärten besuchen.“

Die Teilnahme ist online möglich unter www.birdlife.at

Quelle: vorarlberg.orf.at

Fridays for future Demo

Am 29.11.2019 um 13:30 Uhr am Rathausplatz in Sonthofen

Unsere Forderungen an die Bundesregierung:


Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Explizit fordern wir:

  • Nettonull für Treibhausgase 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035
  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger noch 2019
  • Eine Steuer bzw. Umlage auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut Umweltbundesamt sind das 180€ pro Tonne CO2.


Forderungen an den Landkreis Oberallgäu
Auch im Oberallgäu brauchen wir Klimaneutralität bereits bis 2035. Dafür
braucht es erhebliche Anstrengungen, z. B.:

  • Wir fordern die Ausrufung des Klimanotstands im Oberallgäu wie bereits in 740 Gebietskörperschaften und 16 Staaten weltweit. Aufgrund der Dringlichkeit des Klimaschutzes müssen alle zukünftigen Maßnahmen auf ihre Klimawirkungen untersucht und im Hinblick auf Klimaschutz optimiert werden.
  • Konsequente Ausrichtung der Verkehrspolitik auf öffentlichen Verkehr und Fahrrad, kein weiterer Straßenausbau. Schnellstmöglicher Bau der Allgäubahn von Kempten nach Oberstdorf, Einführung günstiger ÖV-Jahrestickets und kostenloser ÖV-Tickets über die Gästekarte für Urlauber. Keine weiteren Maßnahmen zur Steigerung der Fluggastzahlen am Allgäu Airport.
  • Massiver Ausbau der Photovoltaik in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands, z. B. durch Photovoltaik auf allen öffentlichen Gebäuden und ein ergänzendes regionales Förderprogramm für private PV-Anlagen. Umstellung aller öffentlichen Liegenschaften auf Ökostrom.

Jahreshauptversammlung 2019

Freitag, 15.11.2019, 19:30 Uhr
Hirschegg, Walserhaus

Tagesordnung

Kassabericht und Entlastung der Vorstandschaft

Chaletdörfer, Zweitwohnsitze

Neue Erkenntnisse der Moor- und Steinzeitforschung im Kleinwalsertal

Sperrung von Wanderwegen

Weitere aktuelle Themen

Allfälliges

Verleihung des 1. Kleinwalsertaler Umweltpreises

Auch Bürgermeister Andi Haid wird zu aktuellen Themen Stellung beziehen.

Wir laden die Mitglieder des Vereins Landschaftsschutz Kleinwalsertal herzlich ein.

Die Versammlung ist öffentlich, die Einladung an die Bevölkerung erfolgt über die Wochenzeitung „Der Walser“ und über unsere Homepage.

Für die Vorstandschaft
Karl Keßler und Elmar Grabherr

Globaler Klimastreik #AlleFürsKlima

Alle wollen eine intakte Natur: Die Gäste, die zu uns ins Allgäu kommen und wir Einheimischen, die wir hier leben. Aber die täglichen Verkehrslawinen, Staus und Luftverschmutzungen, auch durch die Dieselloks der Bahn- zwischen Kempten und Oberstdorf - sind wir leid.


Unser Treibhausgasausstoß pro Kopf ist so gigantisch, dass drei Erden vonnöten wären, würde alle Menschen so leben wie wir Deutsche. So können wir alle nicht weitermachen.


Was wir brauchen ist ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr. Nicht eine Bahn, die je näher sie Oberstdorf kommt, zu einem Bummelzug verkommt. Die Bahn muss konkurrenzfähig und attraktiv werden, so wie es im Konzept der Allgäubahn beschrieben ist. Diese Bahn geht von Oberstdorf bis Kempten Stadtzentrum, bietet zusätzliche Haltestellen um Berufspendler einzubinden und fährt alle halbe Stunde. Siehe www.allgaeubahn.de Die Pläne für die technische Umsetzung liegen seit Jahren in den Schubladen. Allein der politische Wille fehlt!


Zur Zeit werden 40 Mio Euro für die Nordische Ski WM in Oberstdorf verbaut. Aber für eine schnelle attraktive Bahnverbindung ist kein Geld eingeplant. In den letzten 20 Jahren wurden zig Millionen für den Bau der B 19 ausgegeben. Von Seiten der Bahn sind außer Bahnhofsrenovierungen oder Bahnsteigerneuerungen auf der Bahnstrecke Kempten, Oberstdorf keine nennenswerten Investitionen gemacht worden. Elektrifizierung Fehlanzeige.


Und zu allem Überfluss subventionieren kreisfreie Städte und Landkreise im Allgäu durch Zahlungen den Flughafen in Memmingen. Fliegen gehört zu den umweltschädlichsten Verkehrsmitteln.


Wir brauchen eine Umkehr der ungerechten Besteuerung: Einführung der Kerosinsteuer und Abschaffung der Mehrwertsteuer beim Bahnfahren. Wir brauchen dringend massive Investitionen in den Nahverkehr. Was wäre mit einem Monatsticket von 30.- Euro? So könnte die Bahn für uns Einheimische attraktiv werden und den Umstieg vom Auto auf die Bahn erleichtern.


Unseren Gästen wollen wir sagen: Wir freuen uns, dass Sie bei uns im Allgäu Urlaub machen.
Das ist nachhaltig und sehr begrüßenswert. Wir bitten Sie, wenn möglich, lassen Sie ihr Auto zuhause und kommen Sie mit der Bahn.

Wir fordern:
• die sofortige Umsetzung der bestehenden Pläne der Allgäubahn zwischen Oberstdorf und Kempten.
• den Stopp der Subventionierung des Memminger Flughafens.
• die Wiedereinführung der kostenlosen Fahrradmitnahme in den Zügen zwischen Kempten und Oberstdorf.
• eine Ausrichtung des Tourismus hin zu einem möglichst autofreien Konzept.
• die Einführung des 365.- Euro Jahresticket fürs Allgäu.

Alpendemo FRIDAYS FOR FUTURE

Der Klimawandel ist jetzt schon besonders in den Alpen zu spüren. Die Gletscher schmelzen, Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht und wunderschöne Landschaften gehen langsam zu Grunde. So kann das nicht weitergehen. Mit der internationalen Alpendemo wollen wir darauf aufmerksam machen.

Komm vorbei und demonstriere mit!

Fridays for future Kempten

Die jungen Leute brauchen jetzt ein starkes Zeichen der Unterstützungen von uns Erwachsenen und Älteren. Deswegen wäre es super, wenn möglichst viele bei der ALPENDEMO am kommenden Freitag, 12. Juli um 13:00 Uhr am Bahnhof in Kempten mit dabei wären.

Abfahrt von Oberstdorf mit dem Zug um 11:42 Uhr.
Das Oberallgäuticket, eine Tageskarte nach Kempten, kostet 15 Euro. 4er und 5er Bayerntickets sind günstiger.

Mehr Infos

Biotopexkursion: Sumpftarant und andere Moorschätze

Waren Sie schon einmal auf einer Biotopexkursion? Wenn sie die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt direkt vor Ihrer Haustüre kennen lernen wollen, dann begeben Sie sich doch auf die Exkursion in Ihrer Gemeinde.

Zusammen mit erfahrenen Fachleuten können Sie die schützenswerten Naturjuwele ihrer Heimat mit ihren charakteristischen Eigenschaften entdecken. Die Biotopexkursionen werden in Zusammenarbeit mit interessierten Vorarlberger Gemeinden angeboten.

Unter der fachkundigen Leitung von Rosemarie Zöhrer und Agnes Steininger haben Sie die Möglichkeit am Samstag, den 29.06.2019 dieses besondere Naturjuwel in der Gemeinde Mittelberg zu erkunden:

Im Kleinen Walsertal finden sich die reichhaltigsten Bestände des Landes an Sumpftarant, auch Moorenzian genannt. In Vorarlberg gilt die hübsche Pflanze als vom Aussterben bedroht, doch in Ortsnähe von Riezlern lassen sich zahlreiche Vorkommen bewundern. Im Zuge der Exkursion sehen wir uns die sanften Abhänge im Nordwesten des Ortsteiles Egg zur Breitach hinunter an. Hier gehen Kalkflachmoore in der Verebnung zur Breitach in ein Hochmoor über. Aufgrund von Nutzungsaufgabe und Aufforstung verliert die Pflanze allerdings auch hier zunehmend Lebensraum.

Für die Exkursion sind ca. 2 Stunden einzuplanen. Die Exkursion eignet sich auch besonders für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Für sie wird ein eigenes, spielerisch angelegtes Programm mit viel Spaß geboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Die Exkursion findet bei jeder Witterung statt.

Die Einladung richtet sich an alle Interessierten, die die Vielfalt der Natur in Vorarlberg und deren besondere Naturschätze näher kennenlernen möchten!


Eckdaten zur Exkursion

Datum: Samstag, 29.06.2019
Zeit: 14:00 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Egg
Exkursionsleitung: Agnes Steininger und Rosemarie Zöhrer
Mitzubringen: Festes, möglichst wasserabweisendes Schuhwerk, Wetterschutz, ggf. Fernglas, Getränke je nach eigenem Bedarf
Veranstalter: Gemeinde Mittelberg und Abteilung Umwelt- und Klimaschutz im Amt der Vorarlberger Landesregierung

Informationen zu weiteren Biotopexkursionen finden Sie unter www.vorarlberg.at/biotope

Bei der Biotopexkursion werden Fotos angefertigt. Ausgewählte Fotos werden zur Darstellung der Aktivitäten auf der oben genannten Internetseite veröffentlicht.

2. Umwelttag: Super Food...super gut?

Dieses Mal geht es ums Thema Ernährung, speziell um Superfoods.

Euch erwarten am 6. Juli ab 14 Uhr im Walserhaus ein Vortrag und zahlreiche Workshops zum Thema.

Nähere Infos unter www.ogv.at.

Stunde der Wintervögel

Bereits zum 10. Mal wurde aufgerufen, die Vögel im Siedlungsgebiet rund um die Futterstelle – im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen. Im Mittelpunkt stehen die häufigsten und am weitesten
verbreiteten Vogelarten wie Amseln, Spatzen, Finken und Meisen,
die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren.

Weitere Informationen zur Zählmethode, Meldung und Ergebnissen gibt es unter www.birdlife.at und www.stunde-der-wintervoegel.at.

Die Weberknechte Vorarlbergs – Aufruf zur Mitarbeit!

An dieser Stelle dürfen wir ein Forschungsprojekt der INATURA Dornbirn vorstellen (www.inatura.at):

Aus Vorarlberg sind bislang 33 Weberknechtarten bekannt. Mit dem Vorkommen weiterer, noch unentdeckter Arten ist zu rechnen. Weberknechte können wir in allen Landlebensräumen finden; besonders lohnend ist die Suche an Gebäudemauern und Felswänden oder auch in strukturreichen Wäldern, Bachschluchten oder der Alpinstufe.

Werden Sie Weberknechtforscher und schicken Sie uns ihre Fotos!

Weberknecht oder Spinne?
Weberknechte gehören zu den Spinnentieren. Sie sind an ihren 8 Laufbeinen und paarigen Greif- oder Stechzangen erkennbar. Weberknechte sind ungiftig!
Die Ähnlichkeit zu Spinnen ist manchmal verblüffend: Langbeinige Mitbewohner in Wohnungen und Häusern sind keine Weberknechte sondern Zitterspinnen. An den Gebäude-Außenmauern hingegen finden wir regelmäßig Weberknechte.

Von Riesen und Zwergen – vielfältige Faszination!
Weberknechte besiedeln fast alle Landlebensräume. Ihre Vielfalt an Arten, Formen und Farben ist um ein Vielfaches größer als allgemein bekannt ist. Die zart gebauten Rückenkanker (Leiobunum sp.) erreichen eine Spannweite von knapp 20 Zentimetern und sind damit die größten Landwirbellosen Europas! Massig und riesig sind die beiden heimischen Riesenweberknechte namens Gyas; sie sind anspruchsvolle Bewohner von überhängenden und feuchten Felswänden. Erdummantelte, abgeflachte Brettkanker besitzen einen ausgeprägten Totstellreflex; sie sind für das menschliche Auge kaum erkennbar und lehrbuchhafte Beispiele für Tarnung.

Gefährdung und Naturschutz
Ziel des Projekts ist die Publikation einer monographischen Landesfauna und die Erstellung einer Roten Liste gefährdeter Weberknechte Vorarlbergs.

Benötigte Informationen zur Fundmeldung

Zu jedem Foto bitten wir Sie, folgende Daten möglichst genau und vollständig anzuführen:

• Beobachtungs-Datum
• Fundort mit genauer Adresse / Flurbezeichnung, Gemeinde
• Lebensraumtyp (soweit bekannt)
• Name des Fotografen bzw. Sammlers, Erreichbarkeit
• Hilfreich sind auch geographische Koordinaten und die Seehöhe des Fundorts und/oder ein Punkt auf einer Landkarte (
http://vogis.cnv.at/atlas/init.aspx oder Google)

Jeder präzise Datensatz ist wertvoll und jeden einzelnen Ihrer Funde werden Sie auf den Ver-breitungskarten der einzelnen Arten im geplanten Weberknechtbuch der inatura wiederfinden!

Meldungen mit Foto bitte an

Dr. Christian Komposch, ÖKOTEAM – Institut für Tierökologie und Naturraumplanung
c.komposch(at)oekoteam.at

Jahreshauptversammlung 2018

Donnerstag, 27.9.2018
Hirschegg, Walserhaus, Mehrzweckraum

Tagesordnung

19:15 Uhr Vereinsintern
Begrüßung
Bericht des Obmanns
Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer
Schwerpunkt 2019: Chaletdörfer im Kleinwalsertal?
Allfälliges

20:00 Uhr Öffentlich
Informationen zum Moorprojekt Kleinwalsertal
Aktuelles zu Natura 2000
Ifen Bergbahnen
Sommerbetrieb - Winterbetrieb
Verbindung Heuberg – Auenhütte
Verkehrs- und Parkplatzsituation zum und am Ifen
Wald, Forst, Forstwege, Aktuelles
Projekt „Natur bewusst erleben“

Zu diesen Themen werden auch BM Andi Haid, Waldaufseher Stefan Fritz und Regionsmanager Martin Bösch (Natura 2000) anwesend sein.

Wir laden die Mitglieder des Vereins Landschaftsschutz Kleinwalsertal herzlich ein.

Der zweite Teil der Versammlung ist öffentlich, die Einladung an die Bevölkerung erfolgt über die Wochenzeitung „Der Walser“ und über unsere Homepage.

Für die Vorstandschaft
Karl Keßler und Elmar Grabherr

Die Vielfalt der Moore im Kleinwalsertal

Prof. Dr. Joachim Schrautzer von der Universität Kiel hat mit vier Studierenden die Moore im Kleinwalsertal systematisch untersucht und naturschutzfachlich bewertet.

Er berichtet über erstaunliche Beobachtungen und Erkenntnisse zu den zum größten Teil noch naturnahen Ökosystemen im Kleinwalsertal.

Im Biotopinventar für die Gemeinde Mittelberg werden diese Natur-Juwelen als Landschaftssteile mit hervorragender Bedeutung im überregionalen Rahmen bezeichnet.

Der Vortrag findet am Dienstag, 1. August 2017 um 20:30 Uhr im Walserhaus Hirschegg, Mehrzweckraum statt.

Jahreshauptversammlung 2017

Dienstag, 16.5.2017, 19:00 Uhr
Hirschegg, Walserhaus, Mehrzweckraum


Tagesordnung
1. Begrüßung
2. Bericht des Obmanns
3. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer
4. Neuwahlen
5. Beschlussgegenstände
5.1 Wanderweg oberhalb der Ifenhütte
5.2 Öffentliche Stellungnahme des Vereins zu Forststraßen im Kleinwalsertal
6. Bürgermeister Andi Haid: Neues zu NATURA 2000
7. Tobias Fritz: Gedanken zu Landschafts-(schutz) und Baukultur
8. Neubau der Ifenlifte
9. Der Widerbart, eine sehr seltene Orchidee
10. Allfälliges


Die Versammlung ist heuer nicht öffentlich.

Die Vorstandschaft

WaldkauzCam

Februar 2017

Die WaldkauzCam vom LBV Kempten-Oberallgäu startet in die neue Brutsaison. Das Weibchen hat bereits drei Eier gelegt und mit der Brut begonnen. Als Schlupftermin können sich die Waldkauz-Fans schon einmal den 25.03. notieren.

http://lbv-kempten-oberallgaeu.de/waldkauzcam.html

Naturführer - Ausbildung Vorarlberg

Januar 2017

Die inatura bietet erstmals ab Mai 2017 im Auftrag des Landes Vorarlberg – Naturvielfalt Vorarlberg – eine Fachausbildung zum Naturführer an. Ziel dieser Ausbildung ist es naturinteressierten VorarlbergerInnen die Vielfalt der Natur in Vorarlberg zu vermitteln und zu Naturführern auszubilden. Der Kurs setzt sich aus 16 Kurstagen an 4 Wochenendmodulen (Wald, Wasser, Wiese, Hochlagen) in 4 verschiedenen Schutzgebieten in Vorarlberg zusammen.

Gemeinsam mit den Partner Naturschutzgebiet Rheindelta, Naturpark Nagelfluhkette, Biosphärenpark Großes Walsertal, Europaschutzgebiet Verwall und Klostertäler Bergwälder, sowie dem LFI Vorarlberg werden in den 4 Modulen Themen wie Blütenpflanzen, Insektenkunde, Geologie, Wald & Waldnutzung, Vogelkunde, Wildtiere und viele weitere Themen vermittelt. Allgemein werden in jedem Modul die für den Lebensraum typischen ökologischen Aspekte, eine breite Artenkenntnis aber auch Didaktik, Pädagogik und Kommunikation vermittelt.
Die Teilnehmer müssen außer Energie, Neugierde und Forschergeist keine Vorkenntnisse mitbringen.

Aufbauend auf die Naturführer Ausbildung gibt es die Möglichkeit zur freiwilligen Vertiefung in einzelnen Tourismusregionen Vorarlbergs (Regionalmodule). Diese Regionalmodule wurden in Kooperation mit Vorarlberg Tourismus entwickelt und konzentrieren sich neben den touristischen, auch auf die kulturlandschaftlichen und historischen Besonderheiten der speziellen Region.

Alle weiteren Infos gibt es bei der inatura.

Naturnahe Wege - Qualitätsrichtlinien

Das Kleinwalsertal verfügt über ein weiträumiges und gut ausgebautes Spazierweg- und Wanderwegenetz. Dieses muss von der Gemeinde mit großem Aufwand erhalten und gepflegt werden. Wie in anderen Tourismusregionen auch geraten Wege und Pfade immer stärker unter Druck. Durch den Einsatz von modernen und rationellen Maschinen laufen sie Gefahr, zu Allerweltswegen zu verkommen. Die von Vielen geschätzte Ursprünglichkeit geht verloren. Der Landschaftsschutz Kleinwalsertal hatte in den Jahren 2014 und 2015 als Jahresthema das Projekt "Pflegen von Wegen und Stegen" ausgerufen.
2015 wurde von Gemeinde Mittelberg die Arbeitsgruppe Naturnahe Wege eingerichtet. Die von dieser Projektgruppe erarbeiteten Qualitätsrichtlinien zur Erhaltung Naturnaher Wege wurden von den Mandataren der Gemeinde Mittelberg am 21. Juni 2016 einstimmig beschlossen.

Am Ifen wird gebaut

Seit April 2016 wird am Ifen gebaut. In der ersten Etappe sind der Bau der Olympiabahn, des Schneiteichs und der Beschneiungsanlage vorgesehen. Der Landschaftsschutz Kleinwalsertal hat zu den Baumaßnahmen eine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

Modernisierung der Ifen-Bergbahnen
Stellungnahme des Vereins „Landschaftsschutz Kleinwalsertal"

Im Sommer 2015 hat GF Augustin Kröll (KWB) bei mehreren Treffen Vertretern des LSK neue Pläne für die Modernisierung der Ifen- Bergbahnen erläutert. Folgende Fakten wurden mitgeteilt:

Bauetappe 1:
Bau einer 6er Sesselbahn „Olympiabahn" von der Auenhütte bis Schlepplifttrasse Stütze 8
- Kapazität 2000 Pers./h
- kein Sommerbetrieb, kein Restaurant an Bergstation bzw. Alpbord
- Bergstation optisch wie „Möserbahn" – Garagierung der Sessel in Talstation
- Trassenverlauf ab Kurvenstation rechts, unterhalb links vom jetzigen Ifenlift mit 14 Stützen bodennah
- keine Straße und kein Geländewagenweg von der Ifenhütte bis zur Bergstation
- Abbruch Schlepplift
- Baubeginn: Frühjahr 2016
Bau eines Schneiteiches mit ca. 100.000 m³ zwischen „Gaisbüal" und „Ochsaauba"
Bau einer Baustraße von Auenhütte westlich des Gaisbühel-Hochmoores zum Schneiteich
- Beschneiung von: neue Bergstation zur Ifenmulde; Ifoly mit Olympiahang; Pisten entlang des
jetzigen Schleppliftes bis zur Talstation Auenhütte (Ifen- und Hahnenköpflepiste) die Hahnenköpflepiste bis zur Bergstation der Hahnenköpflebahn; Skigleitweg
- Aushubmaterial wird am Teichdamm, im Küren-Skigleitweg, im unteren Bereich der Hahnenköpflepiste – nach Einmündung des Küren Gleitweges und am Ende der Schäfalpabfahrt
eingebaut
- Reaktivierung des alten Sommerweges Auenhütte-Ifenhütte
- Lehmabdichtung während der Bauphase gegen die Austrocknung des Moors
- Baubeginn Frühjahr 2016

Bauetappe 2:
Bau von zwei 10er Gondelbahnen hintereinander: Auenhütte-Ifenhütte = Ifenbahn und Ifenhütte-Hahnenköpfle = Hahnenköpflebahn
- Kapazität: Ifenbahn 2.000 P/h Hahnenköpflebahn 3.600 P/h
- Ifenbahn = Sektion 1: Sommer- und Winterbetrieb; Hahnenköpflebahn = Sektion 2: nur Winterbetrieb
- Antrieb Ifenbahn in der Bergstation, Hahnenköpflebahn in der Talstation
- Neubau Bergrestaurant Hahnenköpfle + Terrasse (evtl. Überdeckung der Bergstation) an der gleichen Stelle, der Bau der Gastronomie kann auch einige Jahre nachdem Bau der Bahn sein
- Baubeginn: geplant aber nicht fix: Bahnen ‚Sommer 2018
- Abbau Ifen-Sessellift (nicht definiert) aber im Zuge des Baus der beiden Bahnen

Beurteilung:
Es ist positiv zu werten, dass wesentliche Forderungen berücksichtigt sind:
- Keine Panoramabahn
- Keine Bergstation bzw. kein Restaurant am Alpbord
- Keine Bau- und Fahrstraße bzw. kein Fahrweg auf das Alpbord bzw. zur Bergstation neu
- Kein Sommerbetrieb der „Olympiabahn"
Der Bau des Schneiteiches und der Bau der „Olympiabahn" stellen erhebliche Eingriffe in die Natur dar und sind aus Sicht des Landschaftsschutzes kritisch zu beurteilen. Dennoch werden beide Vorhaben in Abstimmung mit der Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg zur Kenntnis genommen.
In der Umsetzung der Baumaßnahmen fordert der LSK folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Keine Baustraße und kein Quadweg oberhalb der Ifenhütte
- Keine Gelände-Trassierungen im Alp- und Karstgebiet
- Die Standorte der gefährdeten Frühlingsküchenschelle Pulsatilla vernalis (Biotopinventar S 134 Punkt 2.
Schutzinhalte) dürfen durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden.

Landschaftsschutz Kleinwalsertal:
Elmar Grabherr, Karl Keßler

More über Moore im Kleinwalsertal

Dass das Kleinwalsertal über Moore von internationaler Bedeutung verfügt, wissen wir spätestens seit 1987, als das Biotopinventar für unsere Region erstellt wurde.

Im Sommer 2015 hat eine Studentengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. rer. nat. Joachim Schrautzer von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Rahmen eines einwöchigen Freilandpraktikums Moore im Kleinwalsertal geobotanisch untersucht und dabei unter anderem festgestellt, dass sich viele unserer Moore trotz erkennbaren menschlichen Einfluss noch in einem guten Erhaltungszustand befinden. Es wachsen dort zahlreiche seltene und mittlerweile stark gefährdete Gefäßpflanzen wie der Tarant (s. Abb.).

Außerdem fand die Arbeitsgruppe neben insgesamt 23 Moosarten auch eine fleischfressende Pflanze, die im Kleinwalsertal bisher noch nicht beschrieben wurde.

pdf Datei „Die Moore des nördlichen Kleinwalsertals"

Florierendes Kleinwalsertal

Bam Lütke aus Mittelberg ist nicht nur ein engagierter Zimmervermieter und Gästebetreuer (http://www.gaestehaus-luetke.de/). Seine große Leidenschaft ist die Natur, speziell die Flora des Kleinwalsertals. Unterwegs immer mit Fotoapparat und oft mit seiner Tochter Lara. Seine Beobachtungsergebnisse können sich sehen lassen. Mit großem Einsatz und viel Liebe zu Details hat er eine Pflanzenliste zusammengestellt und veröffentlicht. Zusätzlich von Interesse: Bam Lütke hat viele Pflanzen auch in der Walser Sprache angegeben.

Interessiert? http://flora-kleinwalsertal.at/

Stunde der Wintervögel

Vom 6. bis 9. Jänner wurden wieder Kohlmeise, Amsel, Specht, Spatz und alle anderen Wintergäste am Futterhaus gezählt.

Wer sind die häufigsten Gäste am Futterhaus? Gibt es jährliche Schwankungen, örtliche Verlagerungen oder bleibt eine vertraute Vogelart ganz aus? Mit der BirdLife Österreich-Aktion „Stunde der Wintervögel“ sollen diese Fragen geklärt werden.

Zeitgleich gezählt wurde auch in ganz Deutschland, wo Partnerorganisationen (LBV und NABU) von BirdLife Österreich zur Stunde der Wintervögel aufrufen.

Die Ergebnisse der landesweiten Vogelzählung liegen bereits vor und können hier angesehen werden: www.stunde-der-wintervoegel.at.

Vielen Dank allen Teilnehmern fürs Mitzählen!

Geologische Exkursion auf das Gottesacker

Am Samstag, den 12. September 2015 fand eine geologische Exkursion auf das Gottesacker statt.

Das Gottesackerplateau zählt zu den größten und interessantesten Karstgebieten Europas. Das gesamte Niederschlagswasser versickert in den kalkhaltigen Boden, sammelt sich unterirdisch und tritt in gewaltigen Quellen tief im Tal wieder aus: der Sägebach in Schwende, der Aubach und der Wäldelebach fördern das Wasser im Tal wieder zutage.
Oben am Plateau sieht man die urtümlich anmutenden, auf den ersten Blick kahlen, weißgrauen Karrenfelder mit ihren bizarren Formen. Formen, wie sie sich nur in sehr reinem Kalk bilden. So wird auch die Entstehungsgeschichte des kreidezeitlichen Schrattenkalkes bei der Wanderung ausführlich beleuchtet. Die Wanderung im Pflanzenschutzgebiet Hochifen und Gottesacker gab Einblick in das Helvetikum.

Ohne Graben oder Bohren in den Untergrund schauen...

So beschreibt Prof. Tim Bechtel aus den USA die Wissenschaft der Geophysik. Er und der Hydrogeologe Prof. Nico Goldscheider aus Karlsruhe waren im Kleinwalsertal und haben zwei höchst interessante Plätze geophysikalisch untersucht. Wir durften die beiden Wissenschaftler begleiten und einen spannenden Tag erleben.

Prof. Nico Goldscheider hat für den Landschaftsschutz Kleinwalsertal dankenswerterweise diesen Kurzbericht verfasst:

Geophysikalische Erkundung von zwei alpinen Mooren

Das Kleinwalsertal ist reich an Naturwundern. Zu den weniger bekannten Kleinoden zählen das Moor am Windecksattel (1751 m) und der etwa 300 m südwestlich gelegene Torsee (1780 m). Diese beiden Feuchtgebiete nördlich der Gottesackerwände sind wissenschaftlich interessant, weil sie nahe beinander und fast auf gleicher Höhe liegen und daher auch identische klimatische Bedingungen aufweisen. Aufgrund der unterschiedlichen Geologie und Geländeformen sind sie aber hydrologisch und ökologisch verschieden: Das Windecksattelmoor ist ein Hochmoor, der Torsee ein Niedermoor.

Hochmoore werden von Niederschlägen gespeist, während Niedermoore seitliche Zuflüsse aus dem Grundwasser oder von angrenzenden Hängen erhalten. Daher sind Hochmoore nährstoffarm und die Vegetation ist karg, während Niedermoore nährstoffreicher sind.

Am 23.11.14 haben wir die beiden Moore geophysikalisch untersucht, unterstützt von Klaus Kessler und Karl Keßler vom Landschaftsschutz Kleinwalsertal. Tim Bechtel beschreibt Geophysik als „die Wissenschaft, ohne Graben oder Bohren in den Untergrund zu sehen“. In beiden Mooren wurden geoelektrische Sondierungen durchgeführt. Dabei wird an zwei Elektroden elektrischer Strom in den Boden geleitet und an zwei anderen Elektroden die Spannung gemessen. Durch Erhöhung des Elektrodenabstands kann ein Tiefenprofil der elektrischen Leitfähigkeiten gemessen werden, das sich in ein geologisches Tiefenprofil umrechnen lässt.

Die Profile zeigen klare Unterschiede: Am Windecksattel ist eine oberflächennahe Schicht mit einer geringen elektrischen Leitfähigkeit zu erkennen, was auf niedrige Nährstoffgehalte zurückzuführen ist, während am Torsee höhere Leitfähigkeiten gemessen wurden. So konnten wir auch zeigen, dass dieses leicht tragbare geophysikalische Messgerät im alpinen Gelände einsetzbar ist und sich zur zerstörungsfreien Untersuchung empfindlicher Feuchtgebiete eignet.

Schüler für die Umwelt

Im September 2014 war eine Schweizer Schulklasse mit zwei Lehrpersonen zu Gast im Kleinwalsertal und beteiligte sich an zwei Tagen an einem Umweltprojekt. Viehweiden im Kesselschwand und Klausenwald, beide bei Riezlern, waren schon seit Längerem vom Zuwachsen mit Sträuchern und Jungbäumchen bedroht, sie drohten zu verwalden und zu verbuschen. Unter der fachkundigen Anleitung des Landwirts Friedrich Keßler und mit Unterstützung von Simone Rundel als Leiterin der Offenen Jugendarbeit im Kleinwalsertal und eines Vertreters unseres Vereins arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Sägen, Baumscheren und Hacken und befreiten die Flächen von den Jungpflanzen. Die Aktion ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in unserem Tal. Auf dem Orchideenhang im Kesselschwand sind eine Reihe seltener Orchideenarten beheimatet wie beispielsweise das Brandknabenkraut. Würde diese Weidefläche nicht geschwendet und als Weidefläche offen gehalten, könnten diese Orchideen im aufkommenden Wald nicht überleben.

Artikel im "Der Walser"