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Naturaufnahme des Monats
Oktober 2021

Von der Steinzeit in der „schönsten Sackgasse der Welt“

Mit dem Ende der letzten Eiszeit und dem Abschmelzen der Gletscher wurden die Alpen, eine 200.000 km2 große, ehemals fast vollständig von Eis bedeckte Landschaft, wieder für Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen bewohnbar. Eine dieser neuen eisfreien Regionen war das Kleinwalsertal (Bundesland Vorarlberg, Österreich). Hier wurden in den letzten dreißig Jahren über 90 Fundstellen unterschiedlicher Größe und Funktion entdeckt. Diese lassen sich vorwiegend in die Zeit zwischen 9.000 und 5.000 v. Chr., also dem Mesolithikum und dem frühesten Neolithikum datieren.
Im Rahmen des Vortrags werden die Ergebnisse des Projekts „Das Kleinwalsertal. Eine mesolithische Landschaft mit weitreichenden Kontakten“ vorgestellt. Das Projekt selbst hatte zum Ziel, die archäologische Landschaft des Kleinwalsertales, sowie deren „Besiedlung“ und die anschließende Nutzung als Lebensraum während des Mesolithikums zu verstehen. Dabei wurden die archäologischen Fundstellen innerhalb der Regionen nicht einfach als Punkte auf einer Karte betrachtet, sondern als Teil der Landschaft, verwoben mit ihren Möglichkeiten, Ressourcen und Einschränkungen. Das Hauptaugenmerk der Untersuchungen lag während des Projektes auf den drei ausgegrabenen mesolithischen Fundstellen Schneiderküren, Egg-Schwarzwasser und Bäramähder und ihren Steinartefakten. Die Verknüpfung der Ergebnisse gibt Rückschlüsse auf die Funktion der Fundstellen in der Landschaft sowie zu Landschaftsnutzungs- und Mobilitätsmustern während des Mesolithikums im Kleinwalsertal und seine Verbindung zu den angrenzenden Regionen.

Datum: 11.03.2021
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Link: https://us02web.zoom.us/j/84856788966?pwd=UklLZ2xMUzVYRHppRVlHSkVWZ1pFUT09