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Die Vielfalt der Moore im Kleinwalsertal
Prof. Dr. Joachim Schrautzer von der Universität Kiel hat mit vier Studieren...

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    Naturaufnahme des Monats
    November 2017

    Der Hohe Ifen und das Gottesackerplateau

     

    Beschreibung und Schutzstatus

    Ifen Gottesacker Landschaftsschutz
    Die Region mit dem Hohen Ifen (2223 m) und Gottesackerplateau zählt zu den bekanntesten und spektakulärsten Karstflächen in den Alpen. Sie befindet sich mit einer Fläche von ca. 40 km2 am nordwestlichen Rand im Kleinwalsertal auf österreichischem und deutschem Staatsgebiet. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und seiner internationalen Bedeutung ist das Gebiet auf österreichischer Seite seit 1964 als Pflanzenschutzgebiet, auf deutscher Seite seit 2002 sowohl als Vogelschutzgebiet als auch als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) ausgewiesen.


     

    Geologie

    Ifen Gottesacker Kleinwalsertaler Landschaftsschutz
    Träger der Verkarstung ist der Schrattenkalk in der geologischen Zone der Helvetischen Kreide, ein etwa 100 m mächtiger Kalkstein. In der bedeutendsten Karstlandschaft Vorarlbergs zeigt er eine seltene Vielfalt an charakteristischen Verwitterungserscheinungen: Karren in unerschöpflicher Formenfülle, Naturschächte, Dolinen, Klüfte und Höhlen. Das gesamte Oberflächenwasser fließt unterirdisch ab.


     

    Pflanzen- und Tierwelt

    Das Vorkommen hochgradig gefährdeter Tierarten und die überaus artenreiche Pflanzenwelt verleihen dem Gebiet internationale Bedeutung. Das Gottesacker weist in den Karrenrissen und –löchern eine farbenprächtige Alpenpflanzenwelt in grellem Kontrast zum grauweißen Schrattenkalk auf.

    Auch seltene Pflanzen wie beispielsweise die Frühlingsküchenschelle (Pulstilla vernalis) sind hier beheimatet. Das zerklüftete Felsband des Hohen Ifen ist für felsbrütende Vögel wie das Steinhuhn interessant. Die stark strukturierte Karstlandschaft des Gottesackerplateuas wird von Vögeln wie Alpenbraunelle und Alpenschneehuhn bewohnt.

     


     

    Höhlen

    Die Höhlenforschung im Gottesackergebiet hat eine lange Tradition. Vor allem das Hölloch im Mahdtal und das Schneckenloch bei Schönenbach üben von jeher eine große Anziehungskraft auf den Menschen aus. Bereits jetzt sind schon Dutzende Höhlen erforscht und dokumentiert. Grenzüberschreitend wird der westliche Teil durch den karst- und höhlenkundlichen Fachausschuss des Vorarlberger Landesmuseumsvereins in Dornbirn und der Südteil durch den Verein für Höhlenkunde in München verwaltet.

    Ifen Gottesacker Kleinwalsertaler Landschaftsschutz