Fridays for future Demo

Am 29.11.2019 um 13:30 Uhr am Rathausplatz in Sonthofen

Unsere Forderungen an die Bundesregierung:


Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Explizit fordern wir:

  • Nettonull für Treibhausgase 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035
  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger noch 2019
  • Eine Steuer bzw. Umlage auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut Umweltbundesamt sind das 180€ pro Tonne CO2.


Forderungen an den Landkreis Oberallgäu
Auch im Oberallgäu brauchen wir Klimaneutralität bereits bis 2035. Dafür
braucht es erhebliche Anstrengungen, z. B.:

  • Wir fordern die Ausrufung des Klimanotstands im Oberallgäu wie bereits in 740 Gebietskörperschaften und 16 Staaten weltweit. Aufgrund der Dringlichkeit des Klimaschutzes müssen alle zukünftigen Maßnahmen auf ihre Klimawirkungen untersucht und im Hinblick auf Klimaschutz optimiert werden.
  • Konsequente Ausrichtung der Verkehrspolitik auf öffentlichen Verkehr und Fahrrad, kein weiterer Straßenausbau. Schnellstmöglicher Bau der Allgäubahn von Kempten nach Oberstdorf, Einführung günstiger ÖV-Jahrestickets und kostenloser ÖV-Tickets über die Gästekarte für Urlauber. Keine weiteren Maßnahmen zur Steigerung der Fluggastzahlen am Allgäu Airport.
  • Massiver Ausbau der Photovoltaik in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands, z. B. durch Photovoltaik auf allen öffentlichen Gebäuden und ein ergänzendes regionales Förderprogramm für private PV-Anlagen. Umstellung aller öffentlichen Liegenschaften auf Ökostrom.

Jahreshauptversammlung 2019

Freitag, 15.11.2019, 19:30 Uhr
Hirschegg, Walserhaus

Tagesordnung

Kassabericht und Entlastung der Vorstandschaft

Chaletdörfer, Zweitwohnsitze

Neue Erkenntnisse der Moor- und Steinzeitforschung im Kleinwalsertal

Sperrung von Wanderwegen

Weitere aktuelle Themen

Allfälliges

Verleihung des 1. Kleinwalsertaler Umweltpreises

 

Auch Bürgermeister Andi Haid wird zu aktuellen Themen Stellung beziehen.

Wir laden die Mitglieder des Vereins Landschaftsschutz Kleinwalsertal herzlich ein.

Die Versammlung ist öffentlich, die Einladung an die Bevölkerung erfolgt über die Wochenzeitung „Der Walser“ und über unsere Homepage.

Für die Vorstandschaft
Karl Keßler und Elmar Grabherr

Globaler Klimastreik #AlleFürsKlima

Alle wollen eine intakte Natur: Die Gäste, die zu uns ins Allgäu kommen und wir Einheimischen, die wir hier leben. Aber die täglichen Verkehrslawinen, Staus und Luftverschmutzungen, auch durch die Dieselloks der Bahn- zwischen Kempten und Oberstdorf - sind wir leid.


Unser Treibhausgasausstoß pro Kopf ist so gigantisch, dass drei Erden vonnöten wären, würde alle Menschen so leben wie wir Deutsche. So können wir alle nicht weitermachen.


Was wir brauchen ist ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr. Nicht eine Bahn, die je näher sie Oberstdorf kommt, zu einem Bummelzug verkommt. Die Bahn muss konkurrenzfähig und attraktiv werden, so wie es im Konzept der Allgäubahn beschrieben ist. Diese Bahn geht von Oberstdorf bis Kempten Stadtzentrum, bietet zusätzliche Haltestellen um Berufspendler einzubinden und fährt alle halbe Stunde. Siehe www.allgaeubahn.de Die Pläne für die technische Umsetzung liegen seit Jahren in den Schubladen. Allein der politische Wille fehlt!


Zur Zeit werden 40 Mio Euro für die Nordische Ski WM in Oberstdorf verbaut. Aber für eine schnelle attraktive Bahnverbindung ist kein Geld eingeplant. In den letzten 20 Jahren wurden zig Millionen für den Bau der B 19 ausgegeben. Von Seiten der Bahn sind außer Bahnhofsrenovierungen oder Bahnsteigerneuerungen auf der Bahnstrecke Kempten, Oberstdorf keine nennenswerten Investitionen gemacht worden. Elektrifizierung Fehlanzeige.


Und zu allem Überfluss subventionieren kreisfreie Städte und Landkreise im Allgäu durch Zahlungen den Flughafen in Memmingen. Fliegen gehört zu den umweltschädlichsten Verkehrsmitteln.


Wir brauchen eine Umkehr der ungerechten Besteuerung: Einführung der Kerosinsteuer und Abschaffung der Mehrwertsteuer beim Bahnfahren. Wir brauchen dringend massive Investitionen in den Nahverkehr. Was wäre mit einem Monatsticket von 30.- Euro? So könnte die Bahn für uns Einheimische attraktiv werden und den Umstieg vom Auto auf die Bahn erleichtern.


Unseren Gästen wollen wir sagen: Wir freuen uns, dass Sie bei uns im Allgäu Urlaub machen.
Das ist nachhaltig und sehr begrüßenswert. Wir bitten Sie, wenn möglich, lassen Sie ihr Auto zuhause und kommen Sie mit der Bahn.

 

Wir fordern:
• die sofortige Umsetzung der bestehenden Pläne der Allgäubahn zwischen Oberstdorf und Kempten.
• den Stopp der Subventionierung des Memminger Flughafens.
• die Wiedereinführung der kostenlosen Fahrradmitnahme in den Zügen zwischen Kempten und Oberstdorf.
• eine Ausrichtung des Tourismus hin zu einem möglichst autofreien Konzept.
• die Einführung des 365.- Euro Jahresticket fürs Allgäu.

Alpendemo FRIDAYS FOR FUTURE

Der Klimawandel ist jetzt schon besonders in den Alpen zu spüren. Die Gletscher schmelzen, Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht und wunderschöne Landschaften gehen langsam zu Grunde. So kann das nicht weitergehen. Mit der internationalen Alpendemo wollen wir darauf aufmerksam machen.

Komm vorbei und demonstriere mit!

Fridays for future Kempten

 

Die jungen Leute brauchen jetzt ein starkes Zeichen der Unterstützungen von uns Erwachsenen und Älteren. Deswegen wäre es super, wenn möglichst viele bei der ALPENDEMO am kommenden Freitag, 12. Juli um 13:00 Uhr am Bahnhof in Kempten mit dabei wären.

Abfahrt von Oberstdorf mit dem Zug um 11:42 Uhr.
Das Oberallgäuticket, eine Tageskarte nach Kempten, kostet 15 Euro. 4er und 5er Bayerntickets sind günstiger.

Mehr Infos

Biotopexkursion: Sumpftarant und andere Moorschätze

Waren Sie schon einmal auf einer Biotopexkursion? Wenn sie die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt direkt vor Ihrer Haustüre kennen lernen wollen, dann begeben Sie sich doch auf die Exkursion in Ihrer Gemeinde.

Zusammen mit erfahrenen Fachleuten können Sie die schützenswerten Naturjuwele ihrer Heimat mit ihren charakteristischen Eigenschaften entdecken. Die Biotopexkursionen werden in Zusammenarbeit mit interessierten Vorarlberger Gemeinden angeboten.

Unter der fachkundigen Leitung von Rosemarie Zöhrer und Agnes Steininger haben Sie die Möglichkeit am Samstag, den 29.06.2019 dieses besondere Naturjuwel in der Gemeinde Mittelberg zu erkunden:

Im Kleinen Walsertal finden sich die reichhaltigsten Bestände des Landes an Sumpftarant, auch Moorenzian genannt. In Vorarlberg gilt die hübsche Pflanze als vom Aussterben bedroht, doch in Ortsnähe von Riezlern lassen sich zahlreiche Vorkommen bewundern. Im Zuge der Exkursion sehen wir uns die sanften Abhänge im Nordwesten des Ortsteiles Egg zur Breitach hinunter an. Hier gehen Kalkflachmoore in der Verebnung zur Breitach in ein Hochmoor über. Aufgrund von Nutzungsaufgabe und Aufforstung verliert die Pflanze allerdings auch hier zunehmend Lebensraum.

Für die Exkursion sind ca. 2 Stunden einzuplanen. Die Exkursion eignet sich auch besonders für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Für sie wird ein eigenes, spielerisch angelegtes Programm mit viel Spaß geboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Die Exkursion findet bei jeder Witterung statt.

Die Einladung richtet sich an alle Interessierten, die die Vielfalt der Natur in Vorarlberg und deren besondere Naturschätze näher kennenlernen möchten!


Eckdaten zur Exkursion

Datum: Samstag, 29.06.2019
Zeit: 14:00 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Egg
Exkursionsleitung: Agnes Steininger und Rosemarie Zöhrer
Mitzubringen: Festes, möglichst wasserabweisendes Schuhwerk, Wetterschutz, ggf. Fernglas, Getränke je nach eigenem Bedarf
Veranstalter: Gemeinde Mittelberg und Abteilung Umwelt- und Klimaschutz im Amt der Vorarlberger Landesregierung

Informationen zu weiteren Biotopexkursionen finden Sie unter www.vorarlberg.at/biotope

Bei der Biotopexkursion werden Fotos angefertigt. Ausgewählte Fotos werden zur Darstellung der Aktivitäten auf der oben genannten Internetseite veröffentlicht.

2. Umwelttag: Super Food...super gut?

Dieses Mal geht es ums Thema Ernährung, speziell um Superfoods.

Euch erwarten am 6. Juli ab 14 Uhr im Walserhaus ein Vortrag und zahlreiche Workshops zum Thema.

Nähere Infos unter www.ogv.at.

Stunde der Wintervögel

Bereits zum 10. Mal wurde aufgerufen, die Vögel im Siedlungsgebiet rund um die Futterstelle – im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen. Im Mittelpunkt stehen die häufigsten und am weitesten
verbreiteten Vogelarten wie Amseln, Spatzen, Finken und Meisen,
die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren. 

Weitere Informationen zur Zählmethode, Meldung und Ergebnissen gibt es unter www.birdlife.at und www.stunde-der-wintervoegel.at.

Die Weberknechte Vorarlbergs – Aufruf zur Mitarbeit!

An dieser Stelle dürfen wir ein Forschungsprojekt der INATURA Dornbirn vorstellen (www.inatura.at):

Aus Vorarlberg sind bislang 33 Weberknechtarten bekannt. Mit dem Vorkommen weiterer, noch unentdeckter Arten ist zu rechnen. Weberknechte können wir in allen Landlebensräumen finden; besonders lohnend ist die Suche an Gebäudemauern und Felswänden oder auch in strukturreichen Wäldern, Bachschluchten oder der Alpinstufe.

Werden Sie Weberknechtforscher und schicken Sie uns ihre Fotos!

Weberknecht oder Spinne?
Weberknechte gehören zu den Spinnentieren. Sie sind an ihren 8 Laufbeinen und paarigen Greif- oder Stechzangen erkennbar. Weberknechte sind ungiftig!
Die Ähnlichkeit zu Spinnen ist manchmal verblüffend: Langbeinige Mitbewohner in Wohnungen und Häusern sind keine Weberknechte sondern Zitterspinnen. An den Gebäude-Außenmauern hingegen finden wir regelmäßig Weberknechte.

Von Riesen und Zwergen – vielfältige Faszination!
Weberknechte besiedeln fast alle Landlebensräume. Ihre Vielfalt an Arten, Formen und Farben ist um ein Vielfaches größer als allgemein bekannt ist. Die zart gebauten Rückenkanker (Leiobunum sp.) erreichen eine Spannweite von knapp 20 Zentimetern und sind damit die größten Landwirbellosen Europas! Massig und riesig sind die beiden heimischen Riesenweberknechte namens Gyas; sie sind anspruchsvolle Bewohner von überhängenden und feuchten Felswänden. Erdummantelte, abgeflachte Brettkanker besitzen einen ausgeprägten Totstellreflex; sie sind für das menschliche Auge kaum erkennbar und lehrbuchhafte Beispiele für Tarnung.

Gefährdung und Naturschutz
Ziel des Projekts ist die Publikation einer monographischen Landesfauna und die Erstellung einer Roten Liste gefährdeter Weberknechte Vorarlbergs.

Benötigte Informationen zur Fundmeldung

Zu jedem Foto bitten wir Sie, folgende Daten möglichst genau und vollständig anzuführen:

•  Beobachtungs-Datum
•  Fundort mit genauer Adresse / Flurbezeichnung, Gemeinde
•  Lebensraumtyp (soweit bekannt)
•  Name des Fotografen bzw. Sammlers, Erreichbarkeit
•  Hilfreich sind auch geographische Koordinaten und die Seehöhe des Fundorts und/oder ein Punkt auf einer Landkarte (
http://vogis.cnv.at/atlas/init.aspx oder Google)

Jeder präzise Datensatz ist wertvoll und jeden einzelnen Ihrer Funde werden Sie auf den Ver-breitungskarten der einzelnen Arten im geplanten Weberknechtbuch der inatura wiederfinden!

Meldungen mit Foto bitte an

Dr. Christian Komposch, ÖKOTEAM – Institut für Tierökologie und Naturraumplanung
c.komposch(at)oekoteam.at

Jahreshauptversammlung 2018

Donnerstag, 27.9.2018
Hirschegg, Walserhaus, Mehrzweckraum

Tagesordnung

19:15 Uhr      Vereinsintern
Begrüßung
Bericht des Obmanns
Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer
Schwerpunkt 2019: Chaletdörfer im Kleinwalsertal?
Allfälliges

20:00 Uhr      Öffentlich
Informationen zum Moorprojekt Kleinwalsertal
Aktuelles zu Natura 2000
Ifen Bergbahnen
Sommerbetrieb  - Winterbetrieb
Verbindung Heuberg – Auenhütte
Verkehrs- und Parkplatzsituation zum und am Ifen
Wald, Forst, Forstwege, Aktuelles
Projekt „Natur bewusst erleben“

Zu diesen Themen werden auch BM Andi Haid, Waldaufseher Stefan Fritz und Regionsmanager Martin Bösch (Natura 2000) anwesend sein.

Wir laden die Mitglieder des Vereins Landschaftsschutz Kleinwalsertal herzlich ein.

Der zweite Teil der Versammlung ist öffentlich, die Einladung an die Bevölkerung erfolgt über die Wochenzeitung „Der Walser“ und über unsere Homepage.

Für die Vorstandschaft
Karl Keßler und Elmar Grabherr

 

Die Vielfalt der Moore im Kleinwalsertal

Prof. Dr. Joachim Schrautzer von der Universität Kiel hat mit vier Studierenden die Moore im Kleinwalsertal systematisch untersucht und naturschutzfachlich bewertet.

Er berichtet über erstaunliche Beobachtungen und Erkenntnisse zu den zum größten Teil noch naturnahen Ökosystemen im Kleinwalsertal.

Im Biotopinventar für die Gemeinde Mittelberg werden diese Natur-Juwelen als Landschaftssteile mit hervorragender Bedeutung im überregionalen Rahmen bezeichnet.

Der Vortrag findet am Dienstag, 1. August 2017 um 20:30 Uhr im Walserhaus Hirschegg, Mehrzweckraum statt.

Jahreshauptversammlung 2017

Dienstag, 16.5.2017, 19:00 Uhr
Hirschegg, Walserhaus, Mehrzweckraum


Tagesordnung
1. Begrüßung
2. Bericht des Obmanns
3. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer
4. Neuwahlen
5. Beschlussgegenstände
5.1 Wanderweg oberhalb der Ifenhütte
5.2 Öffentliche Stellungnahme des Vereins zu Forststraßen im Kleinwalsertal
6. Bürgermeister Andi Haid: Neues zu NATURA 2000
7. Tobias Fritz: Gedanken zu Landschafts-(schutz) und Baukultur
8. Neubau der Ifenlifte
9. Der Widerbart, eine sehr seltene Orchidee
10. Allfälliges


Die Versammlung ist heuer nicht öffentlich.

Die Vorstandschaft

WaldkauzCam

Februar 2017

Die WaldkauzCam vom LBV Kempten-Oberallgäu startet in die neue Brutsaison. Das Weibchen hat bereits drei Eier gelegt und mit der Brut begonnen. Als Schlupftermin können sich die Waldkauz-Fans schon einmal den 25.03. notieren.

http://lbv-kempten-oberallgaeu.de/waldkauzcam.html 

 
 

Naturführer - Ausbildung Vorarlberg

Januar 2017

Die inatura bietet erstmals ab Mai 2017 im Auftrag des Landes Vorarlberg – Naturvielfalt Vorarlberg – eine Fachausbildung zum Naturführer an. Ziel dieser Ausbildung ist es naturinteressierten VorarlbergerInnen die Vielfalt der Natur in Vorarlberg zu vermitteln und zu Naturführern auszubilden. Der Kurs setzt sich aus 16 Kurstagen an 4 Wochenendmodulen (Wald, Wasser, Wiese, Hochlagen) in 4 verschiedenen Schutzgebieten in Vorarlberg zusammen.

Gemeinsam mit den Partner Naturschutzgebiet Rheindelta, Naturpark Nagelfluhkette, Biosphärenpark Großes Walsertal, Europaschutzgebiet Verwall und Klostertäler Bergwälder, sowie dem LFI Vorarlberg werden in den 4 Modulen Themen wie Blütenpflanzen, Insektenkunde, Geologie, Wald & Waldnutzung, Vogelkunde, Wildtiere und viele weitere Themen vermittelt. Allgemein werden in jedem Modul die für den Lebensraum typischen ökologischen Aspekte, eine breite Artenkenntnis aber auch Didaktik, Pädagogik und Kommunikation vermittelt.
Die Teilnehmer müssen außer Energie, Neugierde und Forschergeist keine Vorkenntnisse mitbringen.

Aufbauend auf die Naturführer Ausbildung gibt es die Möglichkeit zur freiwilligen Vertiefung in einzelnen Tourismusregionen Vorarlbergs (Regionalmodule). Diese Regionalmodule wurden in Kooperation mit Vorarlberg Tourismus entwickelt und konzentrieren sich neben den touristischen, auch auf die kulturlandschaftlichen und historischen Besonderheiten der speziellen Region.

Alle weiteren Infos gibt es bei der inatura.

Naturnahe Wege - Qualitätsrichtlinien

Das Kleinwalsertal verfügt über ein weiträumiges und gut ausgebautes Spazierweg- und Wanderwegenetz. Dieses muss von der Gemeinde mit großem Aufwand erhalten und gepflegt werden. Wie in anderen Tourismusregionen auch geraten Wege und Pfade immer stärker unter Druck. Durch den Einsatz von modernen und rationellen Maschinen laufen sie Gefahr, zu Allerweltswegen zu verkommen. Die von Vielen geschätzte Ursprünglichkeit geht verloren. Der Landschaftsschutz Kleinwalsertal hatte in den Jahren 2014 und 2015 als Jahresthema das Projekt "Pflegen von Wegen und Stegen" ausgerufen.
2015 wurde von Gemeinde Mittelberg die Arbeitsgruppe Naturnahe Wege eingerichtet. Die von dieser Projektgruppe erarbeiteten Qualitätsrichtlinien zur Erhaltung Naturnaher Wege wurden von den Mandataren der Gemeinde Mittelberg am 21. Juni 2016 einstimmig beschlossen.

Am Ifen wird gebaut

Seit April 2016 wird am Ifen gebaut. In der ersten Etappe sind der Bau der Olympiabahn, des Schneiteichs und der Beschneiungsanlage vorgesehen. Der Landschaftsschutz Kleinwalsertal hat zu den Baumaßnahmen eine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

Modernisierung der Ifen-Bergbahnen
Stellungnahme des Vereins „Landschaftsschutz Kleinwalsertal"

Im Sommer 2015 hat GF Augustin Kröll (KWB) bei mehreren Treffen Vertretern des LSK neue Pläne für die Modernisierung der Ifen- Bergbahnen erläutert. Folgende Fakten wurden mitgeteilt:

Bauetappe 1:
Bau einer 6er Sesselbahn „Olympiabahn" von der Auenhütte bis Schlepplifttrasse Stütze 8
- Kapazität 2000 Pers./h
- kein Sommerbetrieb, kein Restaurant an Bergstation bzw. Alpbord
- Bergstation optisch wie „Möserbahn" – Garagierung der Sessel in Talstation
- Trassenverlauf ab Kurvenstation rechts, unterhalb links vom jetzigen Ifenlift mit 14 Stützen bodennah
- keine Straße und kein Geländewagenweg von der Ifenhütte bis zur Bergstation
- Abbruch Schlepplift
- Baubeginn: Frühjahr 2016
Bau eines Schneiteiches mit ca. 100.000 m³ zwischen „Gaisbüal" und „Ochsaauba"
Bau einer Baustraße von Auenhütte westlich des Gaisbühel-Hochmoores zum Schneiteich
- Beschneiung von: neue Bergstation zur Ifenmulde; Ifoly mit Olympiahang; Pisten entlang des
jetzigen Schleppliftes bis zur Talstation Auenhütte (Ifen- und Hahnenköpflepiste) die Hahnenköpflepiste bis zur Bergstation der Hahnenköpflebahn; Skigleitweg
- Aushubmaterial wird am Teichdamm, im Küren-Skigleitweg, im unteren Bereich der Hahnenköpflepiste – nach Einmündung des Küren Gleitweges und am Ende der Schäfalpabfahrt
eingebaut
- Reaktivierung des alten Sommerweges Auenhütte-Ifenhütte
- Lehmabdichtung während der Bauphase gegen die Austrocknung des Moors
- Baubeginn Frühjahr 2016

Bauetappe 2:
Bau von zwei 10er Gondelbahnen hintereinander: Auenhütte-Ifenhütte = Ifenbahn und Ifenhütte-Hahnenköpfle = Hahnenköpflebahn
- Kapazität: Ifenbahn 2.000 P/h Hahnenköpflebahn 3.600 P/h
- Ifenbahn = Sektion 1: Sommer- und Winterbetrieb; Hahnenköpflebahn = Sektion 2: nur Winterbetrieb
- Antrieb Ifenbahn in der Bergstation, Hahnenköpflebahn in der Talstation
- Neubau Bergrestaurant Hahnenköpfle + Terrasse (evtl. Überdeckung der Bergstation) an der gleichen Stelle, der Bau der Gastronomie kann auch einige Jahre nachdem Bau der Bahn sein
- Baubeginn: geplant aber nicht fix: Bahnen ‚Sommer 2018
- Abbau Ifen-Sessellift (nicht definiert) aber im Zuge des Baus der beiden Bahnen

Beurteilung:
Es ist positiv zu werten, dass wesentliche Forderungen berücksichtigt sind:
- Keine Panoramabahn
- Keine Bergstation bzw. kein Restaurant am Alpbord
- Keine Bau- und Fahrstraße bzw. kein Fahrweg auf das Alpbord bzw. zur Bergstation neu
- Kein Sommerbetrieb der „Olympiabahn"
Der Bau des Schneiteiches und der Bau der „Olympiabahn" stellen erhebliche Eingriffe in die Natur dar und sind aus Sicht des Landschaftsschutzes kritisch zu beurteilen. Dennoch werden beide Vorhaben in Abstimmung mit der Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg zur Kenntnis genommen.
In der Umsetzung der Baumaßnahmen fordert der LSK folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Keine Baustraße und kein Quadweg oberhalb der Ifenhütte
- Keine Gelände-Trassierungen im Alp- und Karstgebiet
- Die Standorte der gefährdeten Frühlingsküchenschelle Pulsatilla vernalis (Biotopinventar S 134 Punkt 2.
Schutzinhalte) dürfen durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden.

Landschaftsschutz Kleinwalsertal:
Elmar Grabherr, Karl Keßler

More über Moore im Kleinwalsertal

Dass das Kleinwalsertal über Moore von internationaler Bedeutung verfügt, wissen wir spätestens seit 1987, als das Biotopinventar für unsere Region erstellt wurde.

Im Sommer 2015 hat eine Studentengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. rer. nat. Joachim Schrautzer von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Rahmen eines einwöchigen Freilandpraktikums Moore im Kleinwalsertal geobotanisch untersucht und dabei unter anderem festgestellt, dass sich viele unserer Moore trotz erkennbaren menschlichen Einfluss noch in einem guten Erhaltungszustand befinden. Es wachsen dort zahlreiche seltene und mittlerweile stark gefährdete Gefäßpflanzen wie der Tarant (s. Abb.).

Außerdem fand die Arbeitsgruppe neben insgesamt 23 Moosarten auch eine fleischfressende Pflanze, die im Kleinwalsertal bisher noch nicht beschrieben wurde.

pdf Datei „Die Moore des nördlichen Kleinwalsertals"

Florierendes Kleinwalsertal

Bam Lütke aus Mittelberg ist nicht nur ein engagierter Zimmervermieter und Gästebetreuer (http://www.gaestehaus-luetke.de/). Seine große Leidenschaft ist die Natur, speziell die Flora des Kleinwalsertals. Unterwegs immer mit Fotoapparat und oft mit seiner Tochter Lara. Seine Beobachtungsergebnisse können sich sehen lassen. Mit großem Einsatz und viel Liebe zu Details hat er eine Pflanzenliste zusammengestellt und veröffentlicht. Zusätzlich von Interesse: Bam Lütke hat viele Pflanzen auch in der Walser Sprache angegeben.

Interessiert? http://flora-kleinwalsertal.at/

Stunde der Wintervögel

Vom 6. bis 9. Jänner wurden wieder Kohlmeise, Amsel, Specht, Spatz und alle anderen Wintergäste am Futterhaus gezählt.

Wer sind die häufigsten Gäste am Futterhaus? Gibt es jährliche Schwankungen, örtliche Verlagerungen oder bleibt eine vertraute Vogelart ganz aus? Mit der BirdLife Österreich-Aktion „Stunde der Wintervögel“ sollen diese Fragen geklärt werden.

Zeitgleich gezählt wurde auch in ganz Deutschland, wo Partnerorganisationen (LBV und NABU) von BirdLife Österreich zur Stunde der Wintervögel aufrufen.

Die Ergebnisse der landesweiten Vogelzählung liegen bereits vor und können hier angesehen werden: www.stunde-der-wintervoegel.at.

Vielen Dank allen Teilnehmern fürs Mitzählen!

 

Geologische Exkursion auf das Gottesacker

Am Samstag, den 12. September 2015 fand eine geologische Exkursion auf das Gottesacker statt.

Das Gottesackerplateau zählt zu den größten und interessantesten Karstgebieten Europas. Das gesamte Niederschlagswasser versickert in den kalkhaltigen Boden, sammelt sich unterirdisch und tritt in gewaltigen Quellen tief im Tal wieder aus: der Sägebach in Schwende, der Aubach und der Wäldelebach fördern das Wasser im Tal wieder zutage.
Oben am Plateau sieht man die urtümlich anmutenden, auf  den  ersten  Blick  kahlen,  weißgrauen  Karrenfelder mit ihren bizarren Formen. Formen, wie sie sich nur in sehr reinem Kalk bilden. So wird auch die Entstehungsgeschichte des kreidezeitlichen Schrattenkalkes bei der Wanderung ausführlich beleuchtet. Die Wanderung im Pflanzenschutzgebiet Hochifen und Gottesacker gab Einblick in das Helvetikum.

Ohne Graben oder Bohren in den Untergrund schauen...

So beschreibt Prof. Tim Bechtel aus den USA die Wissenschaft der Geophysik. Er und der Hydrogeologe Prof. Nico Goldscheider aus Karlsruhe waren im Kleinwalsertal und haben zwei höchst interessante Plätze geophysikalisch untersucht. Wir durften die beiden Wissenschaftler begleiten und einen spannenden Tag erleben.

Prof. Nico Goldscheider hat für den Landschaftsschutz Kleinwalsertal dankenswerterweise diesen Kurzbericht verfasst: 

 

Geophysikalische Erkundung von zwei alpinen Mooren

Das Kleinwalsertal ist reich an Naturwundern. Zu den weniger bekannten Kleinoden zählen das Moor am Windecksattel (1751 m) und der etwa 300 m südwestlich gelegene Torsee (1780 m). Diese beiden Feuchtgebiete nördlich der Gottesackerwände sind wissenschaftlich interessant, weil sie nahe beinander und fast auf gleicher Höhe liegen und daher auch identische klimatische Bedingungen aufweisen. Aufgrund der unterschiedlichen Geologie und Geländeformen sind sie aber hydrologisch und ökologisch verschieden: Das Windecksattelmoor ist ein Hochmoor, der Torsee ein Niedermoor.

Hochmoore werden von Niederschlägen gespeist, während Niedermoore seitliche Zuflüsse aus dem Grundwasser oder von angrenzenden Hängen erhalten. Daher sind Hochmoore nährstoffarm und die Vegetation ist karg, während Niedermoore nährstoffreicher sind.

Am 23.11.14 haben wir die beiden Moore geophysikalisch untersucht, unterstützt von Klaus Kessler und Karl Keßler vom Landschaftsschutz Kleinwalsertal. Tim Bechtel beschreibt Geophysik als „die Wissenschaft, ohne Graben oder Bohren in den Untergrund zu sehen“. In beiden Mooren wurden geoelektrische Sondierungen durchgeführt. Dabei wird an zwei Elektroden elektrischer Strom in den Boden geleitet und an zwei anderen Elektroden die Spannung gemessen. Durch Erhöhung des Elektrodenabstands kann ein Tiefenprofil der elektrischen Leitfähigkeiten gemessen werden, das sich in ein geologisches Tiefenprofil umrechnen lässt.

Die Profile zeigen klare Unterschiede: Am Windecksattel ist eine oberflächennahe Schicht mit einer geringen elektrischen Leitfähigkeit zu erkennen, was auf niedrige Nährstoffgehalte zurückzuführen ist, während am Torsee höhere Leitfähigkeiten gemessen wurden. So konnten wir auch zeigen, dass dieses leicht tragbare geophysikalische Messgerät im alpinen Gelände einsetzbar ist und sich zur zerstörungsfreien Untersuchung empfindlicher Feuchtgebiete eignet.

 

Schüler für die Umwelt

Im September 2014 war eine Schweizer Schulklasse mit zwei Lehrpersonen zu Gast im Kleinwalsertal und beteiligte sich an zwei Tagen an einem Umweltprojekt. Viehweiden im Kesselschwand und Klausenwald, beide bei Riezlern, waren schon seit Längerem vom Zuwachsen mit Sträuchern und Jungbäumchen bedroht, sie drohten zu verwalden und zu verbuschen. Unter der fachkundigen Anleitung des Landwirts Friedrich Keßler und mit Unterstützung von Simone Rundel als Leiterin der Offenen Jugendarbeit im Kleinwalsertal und eines Vertreters unseres Vereins arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Sägen, Baumscheren und Hacken und befreiten die Flächen von den Jungpflanzen. Die Aktion ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in unserem Tal. Auf dem Orchideenhang im Kesselschwand sind eine Reihe seltener Orchideenarten beheimatet wie beispielsweise das Brandknabenkraut. Würde diese Weidefläche nicht geschwendet und als Weidefläche offen gehalten, könnten diese Orchideen im aufkommenden Wald nicht überleben.

Artikel im "Der Walser"  



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